QUO VADIS #5
Zum Jahresausklang noch rasch das nächste QUO VADIS. Es ist immerhin die Zeit der guten Vorsätze!
Was war:
Seit dem letzten QUO VADIS hat sich viel getan. Ich bin mit mir ins Reine gekommen, wohin die Reise mit TRiAS und ROBiN geht, bzw. dass die zwei bis auf weiteres getrennte Wege gehen. Das erlaubt mir von TRiAS etwas Abstand zu gewinnen und mich darauf zu konzentrieren, dass ROBiN als Setting weiter bzw. zu einem Abschluss kommen kann.
Dann ist da der kommende Gratisrollenspieltag (GRT), der mir die Gelegenheit und den Schwung gebracht hat, Einhundertelf Jahre mit neuen Illustrationen von Anthony J. Calabria und einem spielerischen Layout abzurunden. Besonders gefreut habe ich mich auf die Hilfe nach meinem kleinen Crowdfunding-Aufruf, womit die Auflage dieser Hefte, die ich verschenken kann, drastisch nach oben ging. 1000 A5-Vollfarbexempare mit je 16 Seiten werden am 2.2. im deutschsprachingen Raum an Läden und Vereine verteilt werden – grandios.
Das NIP‘AJIN Autorenpaket ist ebenfalls fertig geworden. Damit können Interessierte selbst leicht komplette Rollenspiele inkl. Regeln schreiben – ein wenig LaTeX-Knowhow vorausgesetzt, denn mit diesem Textsatzsystem mache ich alle meine PDFs.
Und letztlich hab ich da und dort noch etwas an der Webseite geschraubt und ein paar CSS Bugs in besonderen Browsersituationen behoben.
Ich muss zugeben, ich bin zufrieden mit dem, was seit dem letzten QUO VADIS passiert ist.
Was wird:
Während die GRT-Einhundertelf-Jahre Hefte schon auf dem Weg zur Verteilstelle sind, muss ich jetzt noch die Dankeschön-Exemplare an die Crowdfunder auf die Reise schicken. Ob die Hefte vor, zu oder nach dem Gratisrollenspieltag ankommen, muss ich noch offen lassen, gehen sie doch logistisch andere Wege. Ich peile aber ersteres an. Den GRT werde ich im Laden meiner Wahl begehen, dem Planet Harry.
Der größte nächste Brocken, mit dem ich schon angefangen habe, ist, die TRiAS/ROBiN Trennung zu vollführen und jeweils eine neue Version bereitzustellen. Das ist leider ein wenig mehr Arbeit als angenommen, und ist wegen der Weihnachtszeit mit anderen ToDos auf meiner Liste kollidiert. Aber jetzt geht es mit dem Thema weiter.
Nachdem die Trennung erfolgt ist, geht es mit ROBiN-Content weiter. Da hab ich noch von meiner Testkampagne viel Material, das ich in Setting-Infos und Abenteuerskizzen umarbeiten könnte. Und ich hab wieder Lust, neue Karten aller Art zu zeichnen.
Noch in weiter, aber sich langsam nähernder Ferne ist dann ja auch die RPC 2013, da gilt es auch langsam Pläne zu schmieden. In den hohen Norden würde ich heuer auch gerne fahren – mal sehen ob das mit der Nordcon was werden könnte. Dann wäre Juni der CON-Monat.
Von Winterdepression ist also nicht viel zu bemerken – 2013 ich komme!
Die Zukunft von TRiAS und ROBiN, Teil 2
Hier die Fortsetzung von Teil 1:
Also machen wir mal eine Bestandsaufnahme. TRiAS ist in der aktuellen Version getestet und spielbar, ist wie jedes Rollenspielsystem Geschmacksache, hat sich aber durch die diversen nötigen Korrekturen etwas davon weg entwickelt (oder noch nicht erreicht), was ich eigentlich erreichen wollte. Zudem fehlt noch immer ein Magiesystem, bzw. ist ohne ein volles Fantasysetting die Balance von Körper, Geist und Seele nicht ganz gegeben. Es passt also ganz OK aber nicht perfekt zu einem Robin Hood Setting, wo die Mystik bestenfalls eine Nebenrolle spielt – und ich bin leider Perfektionist. Dieser Punkt, plus weitere Punkte auf meiner Feedbackliste gehören also aufgearbeitet. Umgekehrt war ROBiN anfangs nie als echtes Setting geplant, und hat seine Schuldigkeit, typische magielose RSP-Testsituationen zu schaffen, mehr als erfüllt.
Nachdem das Ende, zumindest das von 2012, naht, suche ich nach guten Vorsätzen, wie es um die zwei Baustellen weitergehen soll. In beiden Fällen wäre es schade, einfach aufzuhören.
Aus logistischen Gründen habe ich irgendwann TRiAS und ROBiN zusammengelegt und als ein Dokument bearbeitet. Wenn mich jetzt wer fragt „Was ist dir wichtiger, TRiAS oder ROBiN?“, dann würde ich klar „ROBiN“ sagen. Es fehlt der Grund, TRiAS die nötige Aufmerksamkeit zu geben, weil die langfristige Perspektive, die schönste aller Fantasywelten(TM) zu schreiben, weggefallen ist. ROBiN hingegen finde ich ungebremst faszinierend, aber jedes mal, wenn ich mich daran machen möchte, denk ich mir „Mäh, da müsste ich erst mal die TRiAS Sachen aufarbeiten.“ Zeitgleich hab ich 1000 Ideen, was ich alles als NIP‘AJIN Szenarien umsetzen könnte. Da ich als Hobby-Autor keinen Zwang habe, ein „Produkt“ fertig zu bekommen, tümpelt also TRiAS und damit ROBiN vor sich hin.
Unlängst habe ich dann noch folgende Erkenntnis erlangt: Das, was ich früher geglaubt hätte, was ich mit TRiAS *auch* alles abseits der schönsten aller Fantasywelten(TM) spielen würde, nämlich schrullige One-Shots und Kurzkampagnen, würde ich heute klar mit NIP‘AJIN umsetzen.
Folglich denke ich mir: mach lieber eine Sache ganz, als zwei Sachen halb.
Ein erster Schritt wird glaube ich sein, ROBiN und TRiAS wieder zu trennen. Dann habe ich einfach mehr Optionen, wo sich die Sachen hin entwickeln können. In jedem Fall kann ich am s.g. Fluff, also den reinen Settinginformationen, von ROBiN weiter machen und werde TRiAS erst mal ausklammern. Die Welt wartet, wenn überhaupt, eher auf ein Setting als auf noch ein weiteres System. Dinge, die man quantifizieren muss, wie NSC-Werte etwa, könnten durch Adjektive gut genug beschrieben werden. Natürlich denke ich auch darüber nach, ob NIP‘AJIN dazu herhalten kann, zu quantifizieren. Dann wird ROBiN mit Onboard-Mitteln zur Oneshot-Sammlung, oder vielleicht kann ein „Advanced NIP‘AJIN“, das Kampagnenspiel und damit vor allem Fertigkeiten & Charaktersteigerungen besser reguliert, für kürzere und mittlere Kampagnen durchaus taugen. Wer von seinem Haus- und Hofsystem nicht abzubringen ist, wird eh eher das Setting auf seine Lieblingsregeln portieren, wenn ihm NIP‘AJIN zu simpel ist.
TRiAS würde ich daher nicht aufgeben, aber offiziell vorläufig ruhigstellen, bis die Zeit wieder Reif dafür ist. Die TRiAS-Regeln werde ich in Bälde unter eine (noch) freiere Lizenz stellen, damit jene, die TRiAS bereits für andere Projekte verwenden (wie z.B. das Last Dimension Setting), nicht länger behindert werden. Und wer weiß, vielleicht hat jemand anderer die kleinen Wehwehchen bald behoben, und wenn ich mit ROBiN soweit bin, ist auch TRiAS soweit und sie vereinigen sich wieder. Ich weiß, die Hoffnung stirbt zuletzt ;)
Wenn du wirklich bis hier her gelesen hast, wäre ich über Meinungen und Tipps aller Art echt dankbar …
Die Zukunft von TRiAS und ROBiN, Teil 1
Wie im letzten QUO VAIDS angekündigt, möchte ich über TRiAS und ROBiN reflektieren. Beim Schreiben habe ich aber festgestellt, dass das etwas lang geworden ist, daher habe ich es aufgeteilt.
Ich habe ~2008 mit dem semi-generischen System TRiAS angefangen. Grund war eigentlich nicht, dass ich alle anderen Systeme so schlecht fand, dass ich das unbedingt besser machen musste, sondern ich wollte meinem kreativen Output (Abenteuer, Settings usw.) einen geeigneten rechtlichen Rahmen geben. Natürlich hätte es Systeme gegeben, die man als Fan-Autor für den Eigenbedarf nutzen darf, doch hier stößt man früher oder später an Grenzen. Manche dieser Fan-Lizenzen erlauben es dem System-Eigentümer, die Lizenz jederzeit wortlos zu kündigen, und dann steht man ohne Regeln da. Oder sie erlauben es nicht, für eigenes Material Geld zu verlangen – was spätestens bei gedruckten Projekten, auch wenn es nur kostendeckend sein soll, ein Problem ist. Oder es ist unklar, wie man mit Hausregeln umgeht, bzw. ob der Rechte-Eigentümer etwas dagegen hat. Oder man darf die original Texte nicht zum eigenen Werk dazu packen, damit ein eigenständiges Ding entsteht. Oder es passt alles rechtlich, aber das System ist einfach nix, was ich selbst lang leiten würde ;) Fazit: ein eigenes System sollte her.
Die Kernidee bzw. Beobachtung hinter TRiAS war: Im Spiel fühle ich bei Proben i.d.R. drei Abstufungen, ganz egal, wie das Würfelsystem tickt: es klappt etwas ganz toll; es klappt etwas gut genug; es klappt etwas nicht. Und wenn etwas nicht klappt, neigen in den Gruppen, in denen ich so gespielt habe, die Mitspieler dann oft zu rufen „Hey – kann ich hier aushelfen/einspringen?“. Damit waren die Triaden geboren: Fertigkeiten mit drei Werten, die einen einzelnen Wurf in vier Klassen teilen: „Yeah!“, „Ok.“ „Öh-hilfe?“ und „Ups.“. Wenn man die Bereiche jetzt auch noch getrennt steigern können soll, und das ganze mit dem Körper-Geist-Seele Dreieck mischt, hat man TRiAS.
2008 hatte ich noch das Ziel, irgendwann mal die schönste aller Fantasywelten(TM) zu bauen, die ich dann bis zum Ende meiner Tage mit TRiAS bespielen kann. Mir war aber klar, dass ein Settingbau auch viel Zeit kostet, und ich wollte erst mal an TRiAS glücklich werden. Damit ich das System aber trotzdem testen kann, musste also ein kleines Test-Setting her. Ein wenig Fantasy bzw. Mittelalter sollte es sein (weil das oft der gemeinsame Nenner bei der Settingwahl ist und mittelfristig das Zielsetting werden würde), es sollte vorerst auch ohne Magie auskommen (weil ich Magieregeln erst später definieren wollte) und lang eine Welt zu definieren wollte ich für erste Tests auch nicht. Also habe ich ein paar Gesetzlose in einen Wald gesetzt, aus dem sie nicht so leicht raus durften, und ROBiN war geboren. England um 1190 als magielose Fantasy, Robin Hood als klaren Auftraggeber für Testaufträge und mit dem Sheriff ein klares Feindbild – perfekt.
Gut geklaut ist halb gewonnen, auch beim Settingbau, daher hab ich links und rechts geschaut, was Robin Hood Settings anging. Und war enttäuscht. Deutsches Material fand ich keines, und das englische Material war, bis auf einen ganz brauchbaren GURPS-Band, eher mau was konkrete Rollenspielsituationen anging. Ich fing an, mich mit Geschichte und Geographie zu befassen, weil das eine Epoche ist, zu der ich aus der Schulzeit nicht viel mitgenommen habe. Irgendwann hatte ich genug Material zusammen, um aus dem bisher eigenständigen TRiAS Band ein „echtes“ Setting zu machen. Meine Testrunde spielte mit mir ab 2009 etwa 12 Abenteuer in unregelmäßigen Abständen in dieser Welt, und soweit lief alles gut.
2010 setzte dann bei mir eine Fantasy-Rollenspiel-Müdigkeit ein. Nicht bei ROBiN, aber bei all den anderen Kampagnen, die in meinen zwei Hauptrunden so gespielt wurden. Ich hatte keine Lust mehr auf böse Magier, die in ihren Türmen am Fenster sitzen und über die prohpezeiten Helden lachen, die da zum zweiten Mal die Böschung wieder runterpurzeln. Die Konsequenz: ich war mich jetzt sicher, dass ich die schönste aller Fantasywelten(TM) nie mehr bauen werden würde. Damit fehlte aber TRiAS die Perspektive. Zudem kamen mir irgendwann jene zwei Testspieler abhanden, von denen ich geglaubt hätte, mit einem Robin Hood Setting den größten Gefallen zu machen. Nachträglich zwar verständlich, aber in der Situation frustrierend. Damit fehlte auch ROBiN die Perspektive, das sein letztes Update zur RPC 2011 erfuhr.
Es folgte eine Flucht, nicht in den Alkohol, sondern in NIP‘AJIN. Kleine, überschaubare Szenarien brachten dort einfach öfter Erfolgserlebnisse ein, und auch das System funktionierte und war nicht erst in Dauerrevision.
Schöner Cliffhanger, das. Mehr dann in Teil 2.
QUO VADIS #4
Dieses QUO VADIS ist bereits lang überfällig. Zeit, den aktuellen Projektstatus wieder einmal zusammenzufassen.
Was war:
Wegen Sommerloch, Urlaub(en) und neuem Job ist es die letzten Monate etwas ruhiger um LUDUS LEONIS gewesen. Zudem erlaube ich mir, etwas fremd zu gehen und mit einer gerade angelaufenen Airship Pirates Kampagne wieder etwas mehr Konsument statt Schaffender zu sein.
Das Highlight der letzten Monate war sicherlich der Free-RPG Day, für den ich eine Special Edition von Kurai Jikan erstellt und – gemeinsam mit dem Planet Harry RPG Laden in Wien – kostenlos verteilt habe. Ich glaube, im Laden liegen hinter dem Tresen noch ein paar Exemplare auf – es lohnt sich also, den Harry darauf anzusprechen. Nachdem der Free-RPG Day so ein Erfolg war, habe ich mich gleich auch für den Gratisrollenspieltag angemeldet.
In Onlinemedien gab es zudem auch etwas Echo. Bei den Teilzeithelden gab es ein Interview mit LUDUS LEONIS zu lesen und ein paar Podcasts haben über NIP‘AJIN berichtet.
Auf der TRiAS/ROBiN Baustelle hingegen gibt es kaum Fortschritte. TRiAS ist leider immer noch nicht so, wie ich es mir wünsche, und z.Z. fehlt mir etwas an Energie (und der Bedarf), das Regelwerk weiter zu entwickeln. Das ist für ROBiN ungut, da es ja TRiAS als Regelwerk benutzt, und somit stockt auch ROBiN. Nachdem ich an ROBiN gerne weiter machen möchte, muss ich mir hierzu etwas überlegen. Denkbar wäre, das Setting auf eine andere Basis zu stellen, oder systemlos zu konzipieren. Ich werde dazu zu geeigneter Zeit gesondert bloggen.
Was wird:
Für den Gratisrollenspieltag möchte ich eine neue Auflage von Einhundertelf Jahre beisteuern. Dafür gilt es, das Heft ein wenig zu straffen, damit die Produktionskosten sinken, ohne dass wichtige Inhalte auf der Strecke bleiben. 16 statt 20 Seiten sollen es werden, und SW-Druck soll es sein. Im Gegenzug bin ich bemüht, das Szenario etwas zu verhübschen – mal sehen, ob der Spagat gelingt. Mit dem kompakteren Charakter-Format, das ich bereits in Kurai Jikan benutzt habe, lassen sich jedenfalls schon mal 2-3 Seiten ohne Verluste einsparen.
Darüber hinaus arbeite ich gerade an einem NIP‘AJIN / LaTeX Autorenpaket. Das soll ein eigenständiges LaTeX-Dokument sein, dass das blaue NIP‘AJIN Layout und den Regelteil enthält. Zudem ist der Dokumentaufbau schon soweit vordefiniert (Cover, Prolog, Szenario, Regeln, Backcover), dass Autoren, die mit relativ wenig Aufwand ein komplettes Szenario oder Setting im gewohnten Look publizieren wollen, nur mehr die dein-Text-hier Passagen ausfüllen müssen. Das Autorenpaket könnte aber auch für Nicht-NIP‘AJIN-Spieler oder Nichtrollenspieler interessant werden, die mehr über LaTeX-Layouts lernen möchten.
Wie es mit TRiAS und ROBiN weiter geht, möchte ich – wie oben erwähnt – noch offen lassen.
Soviel dazu ;)
Interview bei Teilzeithelden.de
Roger vom Teilzeithelden.de Blog hat seine Drohung von der RPC 2012 wahr gemacht und mich vor einiger Zeit interviewt. Meinem zusammenhanglosen Gebrabbel hat er mittlerweile etwas Struktur verpasst und den Blogartikel Verlagsvorstellung: Ludus Leonis verfasst. Vielen herzlichen Dank für all die Mühen, die auch ihr honorieren könnt, indem ihr im Blog mal vorbeischaut – da gibt‘s auch andere spannende Themen ;)
Lost Dimension v0.2.1
Felix Brose hat mit der v0.2.1 eine neue Version seines Lost Dimension Settings fertiggestellt, das wiederum auf dem gleichnamigen Setting von Paul Schneider basiert und in der Reinkarnation die TRiAS-Regeln (aus ROBiN) benutzt. Mittlerweile ist der Settingband auf ansehenliche 80 Seiten angewachsen, enthält ein paar TRiAS Regelerweiterungen für Schusswaffen und moderne Technik, und mit den s.g. Seelenkräften ein „Magiesystem“.
Das Setting kurz zusammengefasst: auf einer fremden, technologisch fortschrittlichen Welt ist es vor Jahrunderten zum Kampf mit Dämonen gekommen. Eine gigantische Bombe, als Waffe gegen die Dämonen gedacht, hat verheerende Wirkung gehabt, und nicht nur diese Welt in einen postapokalyptischen Alptraum verwandelt, sondern gleich Welten anderer Dimensionen mit in das Verderben gerissen. Seither leben verschiedenste Völker, Rassen und Fraktionen in ihren isolierten Städte-Kuppeln in unterschiedlichsten Technolige- und Entwicklungsstufen vor sich hin und bieten reichlich Stoff für Abenteuer.
Wer Lust hat, kann gern mal in das PDF hineinsehen, das direkt von Felix gehostet wird: Link hier. Feedback könnt ihr Felix gerne auch hier in den Komments zukommen lassen, da es – glaube ich – noch keine echte/öffentliche Projektseite dazu gibt.
QUO VADIS #3
Hier wieder ein kleines Update, was sich bei LUDUS LEONIS so tut.
(Es zeichnet sich wohl ab, dass ich diese QUO-VADII – was auch immer die Mehrzahl ist – nicht krampfhaft jedes Monat, sondern wenn es mal wieder Zeit wird, bloggen werde.)
Was war:
Die RPC 2012 liegt hinter mir und damit kehrt wieder etwas Ruhe ein. Ich bin froh, dass ich in den letzten 2-3 Monaten die zwei NIP‘AJIN Szenarien Kurai Jikan und Geschlossene Gesellschaft bis zu dieser Deadline abschließen und in den Druck geben konnte. Die Erfahrungen, die ich bei Kurai Jikan mit den Illustrationen gemacht habe, werden sich auf künftige Projekte hoffentlich auch positiv auswirken. Jetzt muss ich nur noch dagegen ankämpfen, dass sich die vielen kleinen und großen Ideen, die ich für weitere NIP‘AJIN Szenarien im Kopf habe, nicht zu sehr in den Vordergrund drängen, damit nicht neue Baustellen aufreißen. Eine davon, die unglaubliche Robert Redshirt Reality-RPG Show, hat aber auf der RPC zuviel Spaß gemacht, dass ich sie einfach so wieder unter den Teppich kehren kann. Allerdings existiert sie vorerst nur in meinem Kopf, bis ich das niederschreiben kann. Das eilt jedoch nicht und kann hoffentlich iterativ in kleinen Scheibchen passieren.
Auch toll ist, dass der Sphärenmeister die NIP‘AJIN Hefte ins Sortiment genommen hat, die jetzt für das deutsche Publikum zu realistischen Versandkosten verfügbar sind.
Aus den zahlreichen positiven Rückmeldungen und Gesprächen, die ich auf der RPC führen durfte, schöpfe ich jetzt Energie für…
Was wird:
Meine Aufmerksamkeit wendet sich jetzt wieder der verbleibenden Großbaustelle TRiAS und ROBiN zu. Hier ist mittlerweile ein Jahr lang schon nichts mehr passiert – das muss sich ändern. Wenn ich in die (noch unveränderte) Roadmap hinein sehe, die ich seinerzeit angefertigt habe, finde ich die Vorgehensweise für den Setting-Teil weiterhin passend. Was das Regelwerk TRiAS angeht, bin ich aber mit dem aktuellen Stand etwas unzufrieden. Da gibt es mehrere Ecken, die mir nicht ganz so gut gefallen. Die alternativen Konfliktregeln, die ich angedacht hatte, finde ich mittlerweile nicht mehr so gut, da sie zu sehr in Richtung eines freien Erzählsystems gehen, und da bin ich mit NIP‘AJIN bereits gut aufgestellt. Erschwerend kommt hinzu, dass ROBiN anfangs nur als kleines Test-Szenario gedacht war und das Körper-Geist-Seele Dreieck der TRiAS Regeln als „realistisches“ Setting nicht ganz ausreizen kann. Ich muss also erst mal Inventur machen, was ich habe und was davon gut bzw. schlecht ist. Dazu werde ich getrennt noch bloggen.
Ebenso möchte ich mich jetzt wieder um eine Testrunde bemühen, die halbwegs regelmäßig spielen kann. Da werde ich über den Horizont meiner bestehenden Spieler sehen müssen, die aus guten Gründen da nicht mitziehen können oder wollen. (Sollte da jetzt wer „hier“ schreien wollen, egal ob in Wien/Umgebung oder per Skype/TS/etc., dann nehmt bitte Kontakt mit mir auf!)
Deadline möchte ich mir für TRiAS oder ROBiN aber keine setzen, der künstliche Druck war im letzten Jahr eher schädlich denn fördernd für mich. Ich muss auch aufpassen, mich nicht zu übernehmen, da ich in meiner regulären Runde auch bald für eine Kampagne im SL-Sessel sitze. (Ich leite da Airship Pirates und freue mich schon total darauf.)
Ich spiele auch mit dem Gedanken, die eher technische Backstage-Artikelserie, die ich im Februar für den RSP-Karneval Selbstgeschriebene Rollenspiele angefangen habe, weiterzuführen. Es gäbe ja noch ein paar Werkzeuge aus meiner Toolkiste vorzustellen, und vielleicht macht es auch Sinn, ein paar LaTeX-Tipps speziell für Rollenspielautoren zusammenzutragen.
Ach, und nächstes Monat ist ja auch noch der Free-RPG-Day. Da habe ich mich mit dem RPG-Laden meiner Wahl, dem PLANET HARRY, für ein kleines Event zusammen getan. Ein Bogeintrag dazu wird auch bald folgen, erste Hinweise, worum es da geht, tröpfeln bereits durch.
Man sieht schon, langweilig wird mir bis zum Urlaub, der ca. im August angedacht ist, so rasch nicht werden …
QUO VADIS? #2
Mit etwas Verspätung hier ein Update, was sich bei LUDUS LEONIS so tut.
Was war:
Das Ende 2011 war bei mir geprägt durch zwei Dinge: dem Abschluss zahlreicher kleinerer Projekte im Job, die alle vor Neujahr fertig werden mussten, und die Vorbereitung auf einen Urlaub in Ecuador, wo es für Wanderungen jenseits der 4000er-Grenze galt, Kondition aufzubauen. Beides hat mich mal wieder von meinen Rollenspielprojekten fern gehalten. Im Dezember habe ich zwar schon am neuen Look der Homepage gewerkelt, doch der ist knapp nicht rechtzeitig vor dem Urlaub fertig geworden, der direkt an die Weihnachtsfeiertage angeschlossen hat. Damit ist das Thema zu meinem Leidwesen bei ca 80% erst recht in den Jänner gerutscht.
Der Urlaub hat dann gut getan. Vier Wochen ohne (naja, kaum) Internet, kein Stress und viel Bewegung. Mein persönliches Highlight war dann der neue Höhenrekord: 5040m hab ich geschafft.
Seit zwei Wochen bin ich wieder mit regenerierter Energie retour, und nachdem sich der Alltag jetzt wieder normalisiert hat und die aufgestauten Aktivitäten abgebaut sind, habe ich vorige Woche den Skin fertiggestellt und Live geschalten. Damit kann ich nun endlich wieder nach vorne blicken.
Was wird:
Der nächste Meilenstein am Horizont ist die RPC in Köln Anfang Mai. Dort werde ich gemeinsam mit jcgames und ein paar anderen, findigen freien Rollenspielautoren einen Stand in der Fanprojekt-Meile haben. (Herzlichen Dank an jc, dass er das alles organisiert!) Bis dahin soll das NIP‘AJIN Manga-Szenario Kurai Jikan in Kleinauflage vorliegen, an dem ich die Arbeiten seit diesem Wochenende wieder aufgenommen habe. Hier ist in den nächsten Tagen/Wochen mit kleineren Zwischenreleases zu rechen. Ob das eigentlich fertige Horror-Szenario Geschlossene Gesellschaft auch gedruckt wird, weiß ich noch nicht so recht. Jedenfalls wird es davon noch ein PDF-Update geben mit dem eingearbeiteten Feedback von Gerrit Ansmann – hier knabbere ich noch an den Kommaregeln, da mein bescheidenes Schulwissen dazu durch die diversen Rechtschreibreformen wohl überholt ist. Und dann habe ich noch ein weiteres NIP‘AJIN Szenario in der Pipeline, das aber noch Verschlusssache ist, und bei dem noch fraglich ist, ob das rechtzeitig fertig werden kann. Jedenfalls bin ich bemüht, diesmal die Heftchen optisch mit Illustrationen aufzulockern, wenn ich mir das leisten kann.
Jene von euch, die auf die nächsten ROBiN oder TRiAS Versionen warten, muss ich daher noch etwas vertrösten. Wenn alles gut läuft, könnte es bis zur RPC zumindest eine neue ROBiN Release mit etwas mehr Fluff, aber vermutlich wenig neuem Crunch geben – aber auch hier bin ich vorsichtig, weil die Erfahrung zeigt, dass immer alles langsamer geht als geplant, und ich auch noch auf der Suche nach einer neuen Testrunde bin (wer in/um Wien wohnt und Interesse hat, bitte melden!).
Fazit: Es tut sich wieder was, und LUDUS LEONIS nimmt langsam Fahrt auf!
QUO VADIS? #1
Ich hatte bereits angekündigt, dass ich in diesem Blog auch etwas über den aktuellen Stand meiner Aktivitäten schreiben möchte. Ich habe mir vorgenommen, das etwa monatlich zu tun, vorausgesetzt, es gibt auch etwas zu berichten.
Was war:
Diesen Sommer habe ich relativ wenig an meinen Rollenspielprojekten weitergebracht. Gründe gibt es dafür viele. Aber neben Job, regulären Rollenspielrunden und dem Wunsch, die schönen Sommertage lieber draußen zu verbringen, habe ich vor allem ein „Problem“ identifiziert, das mich vom Schreiben abgehalten hat: selbst auferlegter Leistungsdruck, der zu einer Schreibblockade geführt hat. Da war einerseits mein Wunsch, heuer noch mit ROBiN fertig zu werden. Das Projektmanagement, das ich dafür aufgezogen hab, inklusive Roadmap mit Meilensteinen und Terminen, war kontraproduktiv, da sich das auf einmal wie Arbeit angefühlt hat. Und andererseits hatte (und habe) ich zuviele Baustellen: CONs besuchen, ROBiN schreiben, TRiAS schreiben, eine neue Testrunde/-gruppe aufbauen, und die noch nicht abgeschlossene NIP‘AJIN Szenarien. Da LUDUS LEONIS für mich Hobby sein soll und nicht Arbeit, bin ich also lieber vor all dem in andere Freizeitbeschäftigungen geflüchtet. In Folge hab ich meine internen Deadlines verpasst, und mehr Frust hat sich aufgebaut. Sozusagen eine Todesspirale. Doch: Gefahr erkannt, Gefahr gebannt – zumindest schrittweise. Und das führt mich zu …
Was wird:
Das Spielefest kommendes Wochenende sollte vorläufig die letzte Veranstaltung sein, die ich besuche. Damit sind bis zur RPC 2012 keine Wochenenden mehr mit Events verplant (und die Tage davor mit Vorbereitungen). Nun gilt es, die Baustellen langsam abzuarbeiten und abzuschließen. Die länger werdenden Abende und das positive Feedback, dass ich auf der 8. VFGC bekommen habe, haben scheinbar die Schreibblockade überwunden.
Zuerst möchte ich mich auf NIP‘AJIN konzentrieren, weil ich so leichter zu Ergebnissen komme, da die Baustellen kleiner sind. Das Szenario „Geschlossene Gesellschaft“ habe ich vor wenigen Wochen finalisiert, als nächstes ist „Kurai Jikan“ an der Reihe. Dann steht noch ein weiteres NIP‘AJIN Szenario in den Startlöchern, mit dem ich vor 2 Monaten angefangen habe, und das halbfertig in der Schublade liegt – aber da ich nunmal damit schon angefangen habe, lässt mich das geistig nicht mehr los und zählt als Baustelle.
Erst wenn diese Themen hinter mir liegen, werde ich mich wieder ROBiN und TRiAS zuwenden können. Bei ROBiN ist soweit klar was ich tun möchte, die fehlenden Inhalte müssen einfach nur niedergeschrieben werden. Bei TRiAS ist das nicht ganz so einfach, weil ich erst eine neue Testrunde finden muss. Hier habe ich über die letzen Monate auch von interessierten Lesern Feedback zur v0.6 erhalten, das auch noch aufgearbeitet und eingearbeitet gehört (und es ist mir unangenehm, die guten Tipps noch nicht schon längst umgesetzt zu haben). Wenn ihr noch weiteres Feedback habt, wäre jetzt also ein guter Zeitpunkt, das los zu werden!
Um den selbst auferlegten Leistungsdruck zu minimieren, habe ich aus der ROBiN Roadmap die Termine entfernt. Es kommt halt, wenn es fertig ist, und nicht per Stichtag.
Und dieses Blog scheint mir als Ein-Mann-Selbsthilfegruppe auch gut geeignet, Dampf abzulassen ;)
ROBiN v0.6 verfügbar
Gerade noch rechtzeitig zur RPC ist nun ROBiN v0.6 auf der ROBiN-Seite verfügbar. In dieser Version inkludiert ist auch die neue TRiAS Version v0.15.
Vorläufig wird es keine Standalone Versionen des TRiAS Regelwerks mehr geben. Ich habe mich zu diesem Schritt entschlossen, weil das Pflegen eines zweiten Satzes an Dokumenten einen erheblichen Aufwand verursacht. Diese Zeit möchte ich lieber in die eigentliche Weiterentwicklung von ROBiN und TRiAS stecken, anstatt sie in Kopier- und Layouttätigkeiten zu verpulvern. Sowie sich TRiAS oder ROBiN ihrem Abschluss nähern, wird es wieder eigenständige Regelwerk-PDFs geben.
TRiAS bleibt genauso semi-universell wie bisher, und die Regelkapitel im ROBiN Band können für sich alleine ohne Sherwood Forest „Welt“ benutzt werden.
Hier noch die Neuigkeiten in ROBiN v0.6:
- neue Karte: Wallingwells
- Kampagne: neues Episodenformat (Doppel-/Einzelseiten)
- Besondere Regeln: Fraktionen und Ruf
- Hintergrund: Reisegschwindigkeit
- Episode: Prinz Johns Jagdglück
- Layoutspielereien
- TRiAS: w20 auf w10 umgestellt
- TRiAS: neues Wundsystem mit Schrammen und Wunden
- TRiAS: neues Charakterblatt
- TRiAS: Charakterkapitel überarbeitet, neues Charakterblatt
- TRiAS: Ausrüstung: Besondere Gegenstände
- Default-PDF-Zoom: eine Seite.
Die ROBiN-Roadmap ist bereits aktualisiert.





